Das Makita 18V LXT System ist das weltweit größte kompatible Akku-System.
Über 380 Maschinen laufen mit ein und demselben Akku-Typ.
Das ist genial für uns Handwerker, sorgt aber auch für Verwirrung: Was bedeuten die Kürzel wie BL1850B?
Warum haben manche Akkus einen Stern? Und lohnt sich der Aufpreis für 6.0 Ah wirklich?
In diesem zentralen Guide bringen wir Licht ins Dunkel und helfen dir, genau den richtigen Makita 18V Akku für deine Projekte zu finden – vom leichten Schrauber bis zur Kettensäge.
Inhaltsverzeichnis
Code geknackt: Was bedeuten die Kürzel?
Hast du dich schon mal gefragt, was der Buchstabensalat auf deinem Makita 18V Akku bedeutet? Die Logik ist eigentlich ganz einfach, wenn man sie einmal verstanden hat.
Kompatibilität: Der Stern und die gelbe Platte
Das ist die häufigste Frage: „Passt der neue Makita 18V Akku in mein altes Gerät?“ Makita hat im Laufe der Jahre die Elektronik verbessert, um Tiefentladung und Überhitzung zu verhindern. Das Erkennungszeichen dafür ist der Stern.
Achte auf den Stern!
Ein aktueller Makita LXT Akku (mit Stern-Symbol) passt nur in Maschinen, die ebenfalls:
- Eine gelbe Kontaktplatte haben, ODER
- Eine schwarze Kontaktplatte mit einem eingeprägten Stern besitzen.
Fehlen diese Merkmale (sehr alte Geräte vor 2011), passt der moderne Akku mechanisch oft nicht oder die Schutzfunktionen greifen nicht.
Unsicher, ob der Akku passt?
Nicht jeder Makita 18V Akku passt in jede Maschine! Es gibt Fallstricke wie die G-Serie, alte Geräte ohne Stern-Markierung oder fehlende Kontaktplatten.
Damit du keinen teuren Fehlkauf tätigst, haben wir alle Details im großen Guide zusammengefasst:
Die Makita 18V Akku-Klassen im Vergleich
Man kann die 18V Akkus grob in zwei Gruppen einteilen: Die Leichtgewichte (Compact) und die Ausdauer-Läufer (Endurance). Beide passen auf die gleichen Geräte, verändern aber das Handling massiv.
1. Die Compact-Klasse (1.5 Ah bis 2.0 Ah)
Diese Akkus sind flacher und deutlich leichter. Sie haben nur eine Zellen-Reihe (5 Zellen).
- Ideal für: Über-Kopf-Arbeiten, Möbelbau, leichte Bohrschrauber.
- Nachteil: Weniger „Wumms“ bei harten Lasten (Kreissäge bleibt stehen).
2. Die Endurance-Klasse (3.0 Ah bis 6.0 Ah)
Das ist der Standard auf dem Bau. Sie sind doppelt so hoch (10 Zellen) und wiegen etwa 600-670 Gramm.
- Ideal für: Winkelschleifer, Sägen, Bohrhammer und den ganzen Arbeitstag.
- Besonderheit: 3.0 Ah, 4.0 Ah, 5.0 Ah und 6.0 Ah haben exakt die gleiche Baugröße!
Gewicht vs. Laufzeit (Geschätzt)
Der richtige Partner: Welches Ladegerät brauche ich?
Ein guter Makita 18V Akku ist nichts ohne das passende Ladegerät. Makita bietet hier verschiedene Modelle an, die auf den ersten Blick gleich aussehen, sich aber massiv in der Ladezeit unterscheiden. Hier verlierst du schnell Zeit, wenn du das falsche Modell im Set kaufst.
Unser Tipp!
Achte bei günstigen Sets genau darauf! Oft wird hier zum Makita 18V Akku das langsame DC18SD beigelegt, um den Preis zu drücken. Wenn du professionell arbeiten willst, ist das DC18RC (das „R“ steht für Rapid) Pflicht, da es den Akku aktiv mit einem Lüfter kühlt und so die Lebensdauer beim Laden verlängert.
5.0 Ah vs 6.0 Ah: Welchen Makita 18V Akku soll ich kaufen?
Das ist die Frage aller Fragen. Der BL1850B (5.0 Ah) ist der absolute Preis-Leistungs-Sieger und in fast jedem Set enthalten. Der BL1860B (6.0 Ah) bietet auf dem Papier „nur“ 20% mehr Laufzeit, liefert aber bei extremen Anwendungen (z.B. große Kettensäge unter Volllast) stabilere Spannungen.
Tiefergehende Infos gesucht?
Wir haben die beliebtesten Modelle im Detail für dich getestet:
Vorsicht vor Fälschungen!
Bei Makita ist der Markt leider überschwemmt von billigen Nachbauten („Fake Akkus“). Diese haben oft keine funktionierende Schutz-Elektronik. Im schlimmsten Fall können sie brennen oder dein teures Werkzeug zerstören. Unsere Empfehlung: Spare nicht am falschen Ende. Kaufe Original-Akkus oder zertifizierte Marken-Alternativen, aber keine „No-Name“ China-Ware.
Video-Tipp: So erkennst du gefährliche Makita-Fälschungen.
Checkliste: Woran erkenne ich ein Original?

Die Fälscher werden immer besser, aber es gibt Details, die sie oft übersehen. Wenn du einen gebrauchten Makita 18V Akku kaufst oder ein verdächtig günstiges Angebot siehst, achte auf diese Punkte:
- Der „Makita“ Schriftzug: Beim Original ist der Schriftzug an der Seite tief und sauber eingeprägt bzw. aufgebracht oder Teil der Gussform. Bei Fälschungen ist er oft nur aufgedruckt oder ein billiger Aufkleber.
- Das Gewicht: Ein echter BL1850B (5.0 Ah) wiegt ziemlich genau 600 bis 610 Gramm. Fälschungen nutzen oft minderwertige Zellen und sind entweder deutlich leichter (unter 550g) oder nutzen Gewichte, um schwerer zu wirken.
- Die Schrauben: Makita verwendet spezielle Sicherheits-Torx-Schrauben (oft mit einem kleinen Stift in der Mitte). Fälschungen nutzen oft einfache Kreuzschlitz-Schrauben.
- Der Sitz: Ein Original-Akku gleitet „satt“ in die Führungsschiene und klickt sauber ein. Fälschungen wackeln oft oder klemmen hakelig.
Die beliebtesten Makita 18V Akku-Sets
Wer neu einsteigt, kauft am besten das „Power Source Kit“. Das ist ein MAKPAC Koffer mit dem Schnellladegerät (DC18RC) und zwei Akkus. Das ist fast immer günstiger als der Einzelkauf.
So leben deine Makita Akkus länger
Ein Makita 18V Akku BL1850B kostet rund 60 bis 70 Euro. Damit du nicht jedes Jahr neue kaufen musst, gibt es ein paar einfache Regeln. Das Gute vorweg: Den gefürchteten „Memory-Effekt“ von alten Nickel-Cadmium-Akkus gibt es bei der LXT-Lithium-Ionen-Technologie nicht mehr. Du kannst den Akku jederzeit laden, egal wie voll er ist.
Die 3 Todsünden für Li-Ion Akkus
- Hitze (Der Killer Nr. 1): Lass deine Akkus im Sommer niemals im Auto auf dem Armaturenbrett liegen. Temperaturen über 50 Grad schädigen die Zellchemie dauerhaft. Wenn du den Akku beim Sägen „heiß gefahren“ hast, lass ihn erst abkühlen, bevor du ihn ins Ladegerät steckst (auch wenn das DC18RC einen Lüfter hat).
- Tiefentladung: Die Makita-Elektronik schaltet die Maschine ab, bevor der Akku komplett leer ist (der berühmte „Stopp“ beim Schrauben). Drücke danach nicht weiter den Schalter! Wenn du versuchst, noch die letzte Umdrehung rauszupressen, kannst du die Spannung unter die kritische Grenze drücken. Das Ladegerät erkennt den Akku dann oft als „defekt“ (rotes Blinken).
- Falsche Lagerung: Wenn du dein Werkzeug über den Winter einlagerst, sollte der Akku nicht 100% voll, aber auch nicht leer sein. Ideal sind 2 Balken (ca. 40-60%). Lagere Akkus getrennt von der Maschine, da manche Geräte auch im Ruhezustand minimal Strom ziehen (Kriechstrom).
Fazit
Für 90% aller Anwender ist der 5.0 Ah Akku (BL1850B) die beste Wahl. Er bietet die perfekte Balance aus Gewicht, Preis und Leistung. Wer nur leichte Über-Kopf-Arbeiten macht, greift zum kleinen 2.0 Ah Akku. Wer täglich die Kreissäge quält, gönnt sich den 6.0 Ah.
Häufige Fragen (FAQ) zu Makita 18V Akkus
1. Was ist der Unterschied zwischen BL1850 und BL1850B? Das „B“ am Ende steht für die integrierte LED-Ladestandsanzeige direkt am Akku. Die alten Modelle ohne „B“ haben diese Anzeige nicht, sind aber technisch sonst identisch.
2. Kann ich einen 5.0 Ah Akku in mein altes Gerät stecken? Ja, solange das Gerät eine gelbe Kontaktplatte oder einen eingeprägten Stern hat. Mechanisch passt der Akku, aber bei sehr alten Geräten ohne Stern fehlt der Tiefentladeschutz.
3. Wie lange lädt ein Makita 18V Akku? Makita ist extrem schnell. Mit dem Standard-Schnellladegerät DC18RC ist ein 5.0 Ah Akku in nur ca. 45 Minuten voll geladen. Ein 3.0 Ah Akku braucht nur 22 Minuten.
4. Sind Makita 18V Akkus mit 36V Geräten kompatibel? Ja, aber indirekt. Die meisten 36V Geräte von Makita nutzen einfach zwei 18V Akkus gleichzeitig (2x18V = 36V). Es gibt keine separaten 36V LXT Akkus mehr.
5. Was bedeutet es, wenn das Ladegerät rot/grün blinkt? Das bedeutet meistens, dass der Akku defekt ist oder kurz vor dem Defekt steht (Zellenschaden). Wenn es nur rot blinkt, ist der Akku zu heiß und muss erst abkühlen (der Lüfter im Ladegerät hilft dabei).
6. Was ist der Unterschied zwischen LXT und G-Serie? Vorsicht! Die G-Serie (weißer Gehäuseteil oben) ist eine günstigere Heimwerker-Linie. Diese Akkus sind nicht mit der professionellen LXT-Serie (Blau/Schwarz) kompatibel!
7. Darf ich Nachbau-Akkus verwenden? Technisch möglich, aber riskant. Oft fehlen Sicherheitsmechanismen (Balancer, Temperatursensor). Zudem verfällt die Garantie deiner Makita-Maschine, wenn ein Schaden durch einen Fremdakku entsteht.
8. Wie lagere ich die Akkus am besten? Nicht im Ladegerät stecken lassen! Lagere sie trocken, frostfrei und idealerweise mit 2 von 4 Balken Ladung.
9. Gibt es 9.0 Ah oder 12.0 Ah Akkus für 18V? Offiziell von Makita im LXT System: Nein. Das Maximum ist derzeit 6.0 Ah. Größere Kapazitäten würden das Gehäuse sprengen oder zu schwer werden. Für mehr Power gibt es das XGT (40V) System.
Update zu Frage 9!
Es gibt mittlerweile die BL1890 und BL18120 Akkus von Makita. Diese haben 9 Ah bzw. 12 Ah – sind aber deutlich größer. Deshalb gibt es bei uns bereits die folgenden Beiträge:
Sensation: Makita 9.0 Ah & 12.0 Ah Akkus sind da! (BL1890 / BL18120)
Die 5 besten Makita-Maschinen für den 12.0 Ah Akku (Und wo er keinen Sinn macht)
10. Warum hat mein Makita 18V Akku 4 Reihen Kontakte? Der dritte und vierte Kontakt dient der Kommunikation zwischen Akku und Ladegerät (Balancing, Temperatur, Chip-Daten) sowie zur Maschine (Abschaltung bei Überlast).
Letzte Aktualisierung am 14.01.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
